Klosterkirche Nordshausen Klosterkirche Nordshausen

Konzerte - Rede Pfr. Glitzenhirn

 

Dierk Glitzenhirn                    Sonntag, den 08.12.2013

Sehr geehrte Frau Pröpstin Wienold-Hocke, sehr geehrter Herr Dekan Renner, sehr geehrte Damen und Herren des Kirchenvorstands und der Gremien der Kulturstiftung - Vorstand und Beirat, sehr geehrte Damen und Herren der Festversammlung!
Vielen Dank für die Einladung, aus Anlass des zehnjährigen Bestehens der hiesigen Kulturstiftung zu Ihnen zu sprechen:

Zur Entstehung der Kulturstiftung Klosterkirche Nordshausen in Kassel.
Wie vor zehn Jahren hier am Altar der Klosterkirche vor Gästen geschehen, möchte ich erneut die Stiftungsurkunde zu Gehör bringen und sie vollständig verlesen – wenn auch nicht als Beauftragter des Autors, der damals persönlich gesprochen hat. Hier der vollständige Text:

Stiftungsurkunde:Gemäß § 80 des Bürgerlichen Gesetzbuches in der Fassung des Artikels 1 des Gesetzes zur Modernisierung des Stiftungsrechts vom 15. Juli 2002 (BGBl. I Nr. 49, Seite 2634ff.) und § 3 des Hessischen Stiftungsgesetzes vom 4. April 1966 (GVBl. I S. 77) in der derzeitig gültigen Fassung erkenne ich hiermit die mit Stiftungsgeschäft vom 04. Dezember 2003 errichtete „Kulturstiftung Klosterkirche Nordshausen“ mit dem Sitz in Kassel-Nordshausen als rechtsfähig an.
Kassel, 12. Dezember 2003 Regierungspräsidium KasseKlein
(Regierungspräsident)

Nun zur Entstehungsgeschichte der Kulturstiftung, dazu hole ich - bezogen auf die Sache - ein klein wenig aus. Zu meinem Hintergrund: von 1994 bis 1996 als Vikar zum ersten Mal in Nordshausen, mein Mentor: Pfarrer Wolfgang Most, war ich von 1999 bis 2011 Pfarrer an dieser Kirche.

Am Anfang meines pfarramtlichen Weges an der Klosterkirche stand die kirchengemeindliche Zusammenlegung von Nordshausen und Teilen von Oberzwehren unmittelbar bevor. Angesichts der „Umpfarrung“ von über 1600 Gemeindegliedern - der größten in der Geschichte der Landeskirche wie der ehemalige Prälat der kurhessischen Kirche betonte KR Rudolf Schmidt, der in dieser Zeit seinen Predigtauftrag hier in Nordshausen hatte und insofern dem Kirchenvorstand mit beratender Stimme angehörte - waren Krisenmanagement und Perspektiventwicklung angesagt. Die Zusammenlegung der ehemaligen Kirchengemeinde Nordshausen mit einem Teil der Kirchengemeinde Oberzwehren war seinerzeit mit Billigung des Kirchenvorstands Nordshausen geschehen, um den Verbleib einer vollen Pfarrstelle an der Klosterkirche zu sichern, erfolgte aber gegen das Votum des Kirchenvorstands von Oberzwehren. Die Gemeindeglieder wurden dazu nicht gefragt. Sie erahnen den Sprengstoff. 

Freundlicherweise hatte ich damals ein Vierteljahr überlappend mit Pfarrerin Brigitte Schrödter-Hoffmann zur Verfügung, die hier kurz vor ihrem eigenen Ruhestand den Übergang nach 36jähriger Dienstzeit des Vorgängers, KR Wolfgang Most, gestaltete. So hatte ich die Gelegenheit mit dem Kirchenvorstand unter der Leitung des langjährigen Vorsitzenden Rüdiger Falk ein Kommunikationskonzept zu entwickeln. Dieses Kommunikationskonzept zur Vereinigung zweier heterogener Teile einer Kirchengemeinde in einer städtischen Situation wurde im Sommer 1999 von Dekan Ernst Wittekind begrüßt und vom Kirchenvorstand beschlossen.[1] 

Im Konzept wird mit bestimmten Maßnahmen auf die Entwicklung eines für den städtischen Raum exzeptionellen kirchlichen Standortes abgezielt. Konkret:

  • wird der bereits bestehende „Förderkreis Alte Musik in der Klosterkirche“ zur Profilierung von geistlicher Musik in der Kirche und Mittel der Andacht für ein säkulares Publikum interpretiert (S.5),
  • die erste PC-Anschaffung der Gemeinde ins Auge gefasst (S.8) (!),
  • eine professionelle Logoentwicklung bedacht (S.9),
  • Plakatwerbung (S.11)
  • für Musik überregionaler Bedeutung angestrebt (S.12) und
  • ein Gesamtkonzept mit Rekonstruktion von Kreuzgang und Klostergarten (S.14) intendiert.
  • Resümee Seite 15: „monatlich ein Medienereignis“, um dieser heterogen und konflikthaft zusammen gelegten Gemeinde im öffentlichen Bewusstsein als „Klosterkirche“ eine neue Identität zu geben.

Das erste „außerplanmäßige“ Vorkommnis war in 1999 allerdings, dass der Förderkreis Alte Musik durch Wegzug des Organisators und Musikveranstalters Wolfgang Loepthin einging. Einige Jahre zuvor hatte Frau Dorina Schmidt im Vorfeld der Gründung dieses Förderkreises als Chorleiterin aus Elgershausen das erste so bezeichnete „Klosterkonzert“ veranstaltet. Über das professionelle Musikmanagement von Herrn Loepthin wurden zusammen mit hoch karätigen Sponsoren (z.B. Hessischer Rundfunk) und auch kräftigen Eintrittspreisen Konzerte im Bereich „Alter Musik“ für eine Zielgruppe in ganz Nordhessen angeboten (die weitgehend mit Originalinstrumenten dargeboten wurden). 
Das „Talent“ der Klosterkirche war entdeckt, ihre spezielle Klangfarbe und heimelige Atmosphäre sprachen sich herum, so dass auch in einer Übergangszeit weiterhin Konzerte veranstaltet werden konnten. Wir wurden - nun ohne große Sponsoren - bodenständiger und trennten uns von einer rein auf die Freundinnen und Freunde „Alter Musik“ zugeschnittenen Konzertreihe. Die Planungen wurden von mir als Pfarrer mit dem Kirchenvorstand vollzogen aber inhaltlich vor allem abgestimmt im Gespräch mit der damaligen Organistin, Heidi Hedewig. Sie hatte als Leiterin sowohl des kirchlichen Singkreises wie über eine ganze Zeit des Gesangsvereins Nordshausen über viele Jahre Gemeindeveranstaltungen musikalisch ausgestaltet. Gemeinsam waren wir mutig und sie war die erfahrene Musikerin, um das Potenzial des Raumes auszuloten. Frau Andrea Diehl aus dem Kirchenvorstand, die später auch in den Beirat der frisch gegründeten Stiftung berufen wurde, wirkte ehrenamtlich wie im Gemeindesekretariat an der Koordination der Aktivitäten mit. 

2002 endete ein jahrzehntelanger juristischer Streit mit der Stadt Kassel in einem millionenschweren Vergleich. Obwohl die Erträge mit sogenanntem Pfarreiland erwirtschaftet wurden und damit zweckgebunden der Pfarrbesoldung in der Landeskirche zufielen, sollten 10 Prozent an die Gemeinde ausgeschüttet werden. Damit dieses Geld in einer tendenziell finanziell immer bedrängter dastehenden Gemeinde nicht einfach nur durch den Ausgleich von Haushaltsdefiziten verloren ginge, sollten sie in ein dauerhaftes Projekt eingebracht werden. Im folgenden Jahr hat sich der Kirchenvorstand unter der Leitung der Vorsitzenden Luise Hermann auf sieben Sitzungen damit befasst und schließlich 50 000,-- € in die Gründung der „Kulturstiftung Klosterkirche Nordshausen“ eingebracht. Dieser Schritt wurde unter Befürwortung des Landeskirchenamtes möglich (entgegen den Vorstellungen des örtlichen Stadtkirchenamtes). Dieser Kapitalstock darf nun nicht mehr angetastet werden, und aus seinen Zinsen speist sich die aktuelle Arbeit zum Teil.  

Hören Sie aus der Pressemitteilung zur Gründungsveranstaltung am 12. Dezember: „Neben Logo und Gemeindenamen („Klosterkirche“) wird nun eine weitere deutlich sichtbare Verbindung zum kulturellen Erbe der Gemeinde hergestellt. Mit der Klostertradition der Zisterzienserinnen in Nordshausen (1257 bis 1527) verbinden sich Gedanken an ein spirituell geprägtes Alltagsleben („beten und arbeiten“), an das erneut erinnert werden soll. Wer je einen gesungenen oder schönen Klang in der Klosterkirche gehört hat, weiß wie viel Bewunderung für Gottes Schöpfung hier in Stein gebaut worden ist. (…) Die Kirchengemeinde hat sich mit der Gründung dieser selbständigen Stiftung nun zum Ziel gesetzt, kulturelle und insbesondere musikalische Veranstaltungen fest in der Klosterkirche zu verankern.“  

Nach Beschluss der Stiftungsgründung, die von OLKRn Ute Stey gefördert und von ihrer Mitarbeiterin Miriam Riemer (wohnhaft in Nordshausen und heute in 2013 Mitglied im neuen Kirchenvorstand) mit an den Start gebracht wurde, wurden nun beherzt auch größere Konzerte veranstaltet. War bis dahin der Erlös weitestgehend bei den Künstlern verblieben - die immer auf eigenes Risiko und auf Eintrittsbasis spielten - entwickelte die Gründungsvorsitzende der Stiftung, Miriam Riemer, damals erstmals Verträge, die regelmäßige Anteile für die Gemeinde vorsahen.  

Die von Anfang an stetige Profilierung der Konzertarbeit mit kleinen kammermusikalischen Formen aber auch der Bereitschaft zum Experiment geschah unter fachlichem Rat und planerischer Ko-Leitung des Cellisten und  Staatstheatermusikers Cornelius Schmaderer als Gründungsvorstandsmitglied der Kulturstiftung, der noch immer im Vorstand ist.

Drittes Vorstandsmitglied war und ist der zuständige Gemeindepfarrer.  

Schließlich hielt in der nächsten Periode des Stiftungsvorstandes mit dem Vorsitzenden Kurt Simon, Mathematiker, Physiker und leidenschaftlicher Blechbläser, ein analytischer Blick auf den Kirchenraum in seiner akustischen Qualität Einzug. Er schärfte den Blick auf die Qualität des Kirchenraumes als Instrument und führte das Label in den Sprachgebrauch ein: „Klosterkirche Nordshausen - Die älteste Kirche in Kassel mit ihrer besonderen Akustik“. Seine Erfahrungen aus seiner Schulleitungszeit und seine enorme Gremienroutine wurden zur profunden Grundlage der Arbeit der Kulturstiftung für die folgende Zeit. Der Kirchenvorstandsvorsitzende Thomas Böhm wurde als Gast in den Vorstand berufen. Rechtsfragen und Zuständigkeiten wurden mit der Landeskirche geklärt und mit Eugen Weber-Krüger ein eigener GEMA-Beauftragter gefunden.  

Parallel zur Gründung der Stiftung wurde in Nordshausen zur Vorbereitung der damaligen Kulturhauptstadtbewerbung „Kassel 2010“ der „Förderverein für das Kultur- und Sozialzentrum Klosterkirche Nordshausen“ gegründet, wesentlich auf Initiative des Ehrenvorsitzenden der langjährigen örtlichen Vereinsplattform „Kulturverein Nordshausen“, Fritz Poppenhäger.[2]  Die bürgerschaftliche Verknüpfung der Stiftung mit dem „Förderverein“ und dessen Vorsitzenden Dr. Klaus-Dieter Schmidt-Hurtienne, den Sie heute Abend geehrt haben, steht für die konsequente bauliche Weiterentwicklung des Ensembles zum Zwecke kultureller Arbeit für die Region aber auch sozialer Arbeit besonders für den Nahraum.  „Empowerment“, Befähigung eines Quartiers zur eigenverantwortlichen Arbeit und Strukturentwicklung im Sozialraum, nennt man das aus der Perspektive sozialer Arbeit. Der Entwicklung der Sozialräume Nordshausen und Brückenhof konnten durch die gut verknüpfte Arbeit der verschiedenen Initiativen nun wesentliche Impulse zugespielt werden.
Als verantwortlicher Theologe schaute ich noch einmal stärker auf die Rolle der Kirche im Gemeinwesen: Mit neuen Bündnispartnern auf Augenhöhe sollten hier seitens der Kirche Verantwortung für Stadt und Stadtteil gelebt und Ideen, Räume wie auch Finanzverantwortung geteilt und Kirche nicht nur als „Binnenbetrieb“ mit Leben gefüllt werden.  

Durch Dr. Josef Mense, katholischer Theologe, in der Gemeinde wohnhaft und auch der evangelischen Gemeinde verbunden, bekam die Unternehmung „Kulturstiftung“ noch eine weitere, nun ökumenische Facette, die vielfältige Folgen zeitigte. Ermöglichte er zunächst den Anfang eines gemeinsamen evangelischen Gemeindebrief in der Region Kassel Süd als ehrenamtlicher Redakteur, übermittelt er seitdem auch den über 300 Adressaten im Verteiler der Stiftung die persönlichen E-Mail-Einladungen für die Konzerte. Er ist mittlerweile Vorsitzender des Beirates der Kulturstiftung, der Gemeindebrief wird außerdem zusammen mit der örtlichen katholischen Kirchengemeinde ausgefertigt, und er ist Autor des brandaktuell erschienenen neuesten Kirchenführers zu dieser jetzt auch noch frisch renovierten Kirche.

An dieser Stelle: Der „theologischen Bauleitung“ der Renovierung und Restaurierung der Klosterkirche durch Pfarrer Dr. Markus Himmelmann in der jüngsten Vergangenheit zolle ich hier meinen großen Respekt und bin allen Mitwirkenden außerordentlich dankbar für diesen aus meiner Sicht so gelungenen Schritt!  

Die Kulturstiftung ist sicher noch immer ein künstlerisches Projekt, aber vor allem bleibt sie ein nachbarschaftliches und aktivierendes zivilgesellschaftliches, das gut eingebettet war und ist. Neben den konzeptionellen Zielen, etwas zur Strukturentwicklung in einer Kasseler Randlage beizutragen und in der anonymen Situation eines großen kirchlichen Verbundes Profil und Identität zu schaffen, wäre das Projekt „Kulturstiftung“ ohne die hohe Identifikation von Kasseler Bürgerinnen und Bürgern und denen des Ortsteiles Nordshausen nicht zu entwickeln gewesen. Wahrscheinlich lag der Besucheranteil aus dem Dorf und der Kerngemeinde bei den Konzerten in der „ältesten Kirche Kassels mit ihrer hervorragenden Akustik“ bei nicht mehr als zehn bis 20 Prozent. Aber der Charme, den diese entfaltete, ist ohne die Unterstützung aus Ort nicht zu denken. Allen voran sind da die Kirchenvorstände zu nennen, die mittlerweile in der vierten Amtszeit damit befasst sind und durch ihre konzeptionellen Schritte und ihre Verantwortung wie auch durch die Ausgestaltung der Abläufe (Karten- und Getränkeverkauf) und des Umfeldes (Gründung und Pflege eines „Klostergartens“) tätig waren. Die Unterstützung durch den Kulturverein Nordshausen ist zu nennen und dessen Organisation von kasselweit beachteten Festen rund um die Kirche, die erheblich zur Popularität des Standortes beitrugen. Konkrete Hilfen zur Umsetzung großer Veranstaltungen kamen stets von der Freiwilligen Feuerwehr sowie vom Gesangverein Nordshausen mit seinen Konzerten und Gesangsbeiträgen. Viele andere Personen und Einzelengagements gab es darüber hinaus, die der Kulturstiftung ihr besonderes Gepräge gaben , die für wichtige Details und schöne Atmosphäre sorgten; sie müssen hier ungenannt bleiben.  

Musikalisch gestaltete sich das Programm als eine Suchbewegung zwischen Hochkultur und Bodenständigem – und beides vereint in einer Musiklinie in einem Haus. Das eine wie das andere nicht gering zu schätzen, Neues hören – und Vertrautes einmal anders, Provokation und Wohlgefühl im Rahmen der Möglichkeiten. Und so trafen sich die etablierte Institution einer Kirchengemeinde und ein – ja, durch die rechtliche Ausgründung als Stiftung auch frei gesetztes Projekt, einem anspruchsvollen selbstverwalteten Kulturzentrum gleich. Ein „Premium-Standort für Off-Kultur“, etwa dem „Dock 4“ oder dem „Kulturzentrum Schlachthof“ in der Stadt Kassel gleich, solle sich hier entwickeln, haben wir uns manchmal optimistisch zugeraunt. Dabei kam auch etwas zurück zur Gemeinde: Image natürlich, aber auch Unterstützung. Über eine ganze Zeit wurde von den Erträgen der Konzerte, die die Stiftung organisierte, die Jungbläserausbildung der Kirchengemeinde finanziert!  

Diese Aktivität trug ihre Voraussetzung in der Satzung der Stiftung:

„§2.1. Zweck der Stiftung ist die Förderung von kulturellen, insbesondere von musikalischen Veranstaltungen der Kirchengemeinde.

§2.2. Der Stiftungszweck soll in erster Linie gefördert werden durch finanzielle Zuwendungen an die Kirchengemeinde.  

Und in den „Richtlinien für die Vorstandsarbeit“ unter 3. heißt es dazu:

„Die kulturelle Ausstrahlung der Klosterkirche nach außen sollte verbunden sein mit einer angemessenen Kulturarbeit im Innern. Der Vorstand wird daher die in der Gemeinde bestehenden Gruppen, wie z.B. Singkreis, Kinder- und Posaunenchor ideell fördern und im Rahmen seiner Möglichkeiten finanziell unterstützen.“  

Es kamen reichlich Besucher zur Klosterkirche Nordshausen zu den Veranstaltungen der Kulturstiftung, 1500 bis 1800 Personen pro Jahr. Aus der Perspektive des Öffentlichkeitsarbeiters für diese Gemeinde schaue ich auf die Gottesdienstbesucherzahlen im Vergleich und sage dann: als Mitwirkende und Besuchende der Konzerte der Kulturstiftung Klosterkirche Nordshausen haben Sie dieser Gemeinde zwei bis drei Heilige Abende im Jahr zusätzlich bereitet. Und ich schaue als Theologe auf einen der Gründerväter des Zisterzienserordens, Bernhard von Clairvaux, gestorben im Jahre 1153, um den inhaltlichen Bezug der Musik im Gottesdienst zum Heilsgeschehen noch einmal etwas provokant zu unterstreichen. „Falls Gesang angestimmt werden soll, so sei er voll Würde (…). Er lindere Trauer, besänftige den Zorn; er soll den Inhalt der Worte nicht entleeren, sondern bereichern“, so Bernhard von Clairvaux.  

Also, kommen Sie wieder! – Zum Musik hören und zum Gottesdienst, es wird sie gewiss der Friedensbotschaft Jesu Christi näher bringen, nicht nur im Advent und in der Weihnachtszeit.
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! 

Dierk Glitzenhirn
(der schriftlich ausgearbeitete Vortrag wurde geringfügig erweitert gegenüber dem gesprochenen Wort)

[1] „Evangelische Kirchengemeinde Kassel-Nordshausen: Konzept zur gegenseitigen Annäherung der beiden künftigen Gemeindeteile Brückenhof und Nordshausen – eine Skizze von Pfarrer Dierk Glitzenhirn; Eigendruck: Mai 1999. Das Dokument liegt im Pfarrarchiv vor.

[2] Mit der „Kulturstiftung“ nun dreimal „Kultur“ in Nordshausen – für Außenstehende war das nicht gut auseinander zu halten.