Klosterkirche Nordshausen Klosterkirche Nordshausen

Projekte

 

Der Überweg zum Klostergarten und die Gartengestaltung sind abgeschlossen ...

 

K L O S T E R G A R T E N F E S T

 Einweihung der Außenanlage an der Kirche und im Klostergarten

Freitag, 03. Juni 2016, 16.00 Uhr

Klosterkirche Nordshausen

Musikband des Lichtenberg-Gymnasiums
Nordshäuser Tönewerfer
Klostermäuse des Montessori Kinderhauses ZITA
Benefiz-Büfett und Getränke
EV. KIRCHENGEMEINDE UND ORTSBEIRAT NORDSHAUSEN,
FÖRDERVEREIN KULTUR- UND SOZIALZENTRUM
KLOSTERKIRCHE NORDSHAUSEN E. V.

 

 


Neugestaltung des Klostergartens und der Außenanlage an der Klosterkirche - Stand Januar 2016

Das Gestaltungskonzept für den Klostergarten hat inzwischen deutlich erkennbare Formen angenommen: Die Wege im Kräutergartenbereich haben einen neuen Belag erhalten, ein Weg aus Buntsandsteinplatten und ein Zentralplatz mit Buntsandsteinbänken als Ort der Ruhe sind angelegt, im hinteren Bereich ist eine Streuobstwiese gepflanzt. Deutlich erkennbar ist die verbindende Wegachse über den Straßenbereich direkt in den Klostergarten. Die von der Kirchengemeinde und dem Kulturverein gewünschten Versorgungsleitungen – Wasser bis in den Klostergarten und Strom bis an die Kirchmauer und in den Klostergarten – wurden verlegt. Das schafft erhebliche Erleichterung für alle Ehrenamtlichen, die die gartenpflegerischen Arbeiten im Klostergarten verrichten, und vereinfacht die Stromversorgung der Buden im Rahmen der Stadtteilfeste. Allein schon dieses praktischen Nutzeffekts wegen war der Mauerdurchbruch sinnvoll.

Da es hierzu auch kritische Meinungsäußerungen gegeben hat, was die Anteilnahme der Nordshäuser Bürger an der Entwicklung ihres Stadtteils zeigt, ist es sicher sinnvoll, einige sachliche Erläuterungen und Informationen zu diesem Stadtteilentwicklungsprojekt zu geben.

Für die Entwurfsplanung konnten mit dem Landschaftsarchitekten Hans-Friedrich Werner und dem Architekten Dipl.-Ing. Peter Rügemer vom Architekturbüro AIS zwei erfahrene Fachleute gewonnen werden, die aus Respekt und Liebe zu der historisch wertvollen Klosterkirche ohne Honorar tätig geworden sind. Ihr Entwurfsansatz lautete: Keine Architektur um ihrer selbst willen, die das ehrwürdige Bauwerk beeinträchtigen würde, aber Herstellung einer deutlich sichtbaren Wegachsenbeziehung mit Öffnung der Kirchmauer und zwei prägnanten Torelementen, die noch durch Kletterrosen bzw. Immergrün verschönt werden sollen. Die Zusammengehörigkeit von Kirche und Klostergarten wird hierdurch sinnfällig und es entsteht ein Gesamt-Platz, der die verschiedensten Feiern der Kirchen- und Stadtteilgemeinde an dieser Stelle attraktiver macht.

Für den Mauerdurchbruch wurde die Zustimmung der obersten Denkmalschutzbehörde in Marburg eingeholt. Anschließend wurde der Entwurf dem Kirchenvorstand, dem Ortsbeirat von Nordshausen, dem Stadtbaurat und dem Straßenverkehrs- und Tiefbauamt der Stadt Kassel sowie dem Kulturverein von Nordshausen zur Genehmigung vorgelegt. Nachdem durch die einhellige Zustimmung der Gremien und die Zusage der Kostenbeteiligung durch Ortsbeirat und Stadt Kassel für den Straßenbereich dem Förderverein das Recht zur Durchführung der Baumaßnahme erteilt war, wurde das Projekt begonnen. Der Förderverein übernahm ehrenamtlich die Arbeiten der Ausschreibung, der Bauleitung und Bauüberwachung, der Abrechnung und der Beschaffung der finanziellen Mittel für alle Arbeiten auf dem Kirchengelände und im Klostergarten. Die nicht unbedeutenden, vom Förderverein aufzubringenden Kosten für dieses Projekt wurden finanziert zu etwa 25 % über Banken und zu 75 % mit Hilfe überwiegend nicht in Nordshausen ansässiger Sponsoren. Die Frage, sollte der Förderverein das  viele Geld bei den anstehenden aktuellen Problemen in der Welt nicht sinnvoller einsetzen, stellt sich eigentlich nicht. Der Förderverein hat kaum Geld und kann über die Mitgliedsbeiträge keine gemeinnützigen Projekte realisieren. Er entwickelt vielmehr eine gemeinnützige Idee und versucht Menschen und Institutionen dafür zu begeistern, sich an der Verwirklichung finanziell zu beteiligen. Die auf diese Weise erhaltenen Mittel sind somit an das jeweilige Projekt gebunden und stehen für andere Zwecke nicht zur Verfügung. Der Vorstand selbst arbeitet seit über 10 Jahren ehrenamtlich und erhält keinerlei Aufwandsentschädigung.

Auch die Frage, ob mit dem Mauerdurchbruch in eine historische Substanz eingegriffen wurde, steht im Raum. Der gekrümmte östliche Mauerabschnitt gehört nicht zum ursprünglichen Bestand des Klosters.  Die bekannte Zeichnung des Pfarrers Philipp Hoffmeister von 1843 belegt, dass der Friedhof vor der Kirche durch eine Mauer umgrenzt war, die von der Chor-Ecke aus senkrecht zur Straße hin verlief. Eine zweite, erheblich höhere Mauer erstreckte sich zwischen  dem Kirchengebäude und dem Gemeindehaus; sie wurde 1957 abgerissen, obwohl es sich um eine historische Mauer handelte.

Auch ein Stadtteil verändert sich. Das kann man derzeit an mehreren Stellen in Nordshausen beobachten. Deshalb sollten auch Veränderungen zur Verbesserung der öffentlichen Bereiche möglich sein, die ja allen Bürgern zur Verfügung stehen und der Belebung des Stadtteils dienen – auch wenn man sich manchmal von etwas Gewohntem trennen muss!

Für positive Veränderungen ist unsere Kirche selbst das beste Beispiel. Aus einer Dorfkapelle wurde eine Klosterkirche, die wiederum schon im Mittelalter mehrfach erweitert und neu gestaltet worden ist, bis aus ihr unsere heutige wunderbare Pfarrkirche wurde, die es wert ist, dass man sie mit einer schönen Anlage liebevoll umgibt.  

 

HNA-Artikel vom 22. Dezember 2015

 

 


DIE GESTALTUNG DER AUSSENANLAGE AN DER KLOSTERKIRCHE IN NORDSHAUSEN UND IM KLOSTERGARTEN

   

Ein Gemeinschaftsprojekt des Klostergarten-Teams der Evangelischen Kirchengemeinde Nordshausen und des Fördervereins Kultur- und Sozialzentrum Klosterkirche Nordshausen e. V.

Die Idee zu diesem Projekt entwickelte Frau Dr. Irmingard Meister aus Nordshausen, die sich für die Weiterentwicklung der bestehenden Klostergarten-Anlage begeisterte und bereit war, sich sowohl finanziell als auch tatkräftig zu engagieren. Auf ihren Wunsch hin hat der Förderverein den Landschaftsarchitekten Hans-Friedrich Werner, Vellmar, eingeschaltet, der ehrenamtlich einen Vorentwurf für die Gestaltung der gesamten Außenanlage an der Kirche unter Einbeziehung des Klostergartens erarbeitet hat (siehe Entwurfsplan).
Die Tatsache, dass rund um die Klosterkirche seit Jahren die Stadtteilfeste - und Weihnachten 2014 zum ersten Mal auch der Weihnachtsmarkt - hier gefeiert werden und somit dieser Bereich immer mehr eine zentrale Bedeutung für die Nordshäuser Bevölkerung gewonnen hat, veranlasste den Förderverein, sich für dieses Stadtteilentwicklungsprojekt ebenfalls zu engagieren.  

Der Entwurf des Landschaftsarchitekten lässt sich in drei Planungsabschnitte unterteilen:
1. Kircheneingangsbereich mit einem Vorplatz, der eine gute Aufenthaltsqualität bietet.
2. Wegführung parallellaufend zur Kirchenlängsseite mit einem der Nordportalanlage entsprechenden Kiesstreifen an der Kirche.
3. Wegachse vom Gemeindehausvorplatz über die Straße „Am Klosterhof“ in den Klostergarten hinein mit einem durch einen Zentralbaum markierten Sitzplatz. Die Kirchmauer wird geöffnet, im Straßenbereich wird die Wegführung durch entsprechende Pflasterung sichtbar gemacht, der Zugang zum Klostergarten wird durch einen Rosenbogen mit Holztür betont. Im Zuge der Wegführung werden eine Strom- und Frischwasserleitung vom Gemeindehaus in den Klostergarten geführt. 

Der Entwurf des Landschaftsarchitekten vermeidet jegliche landschaftsgestalterische Beeinträchtigung des ehrwürdigen Kirchengebäudes, löst aber zugleich in hervorragender Weise das Problem, die Zusammengehörigkeit von Kirche und Klostergarten optisch dem Besucher deutlich zu machen und eine schöne Aufenthaltsatmosphäre im Klostergarten zu schaffen. Das Projekt wurde gemeinsam mit Frau Dr. Meister und dem Landschaftsarchitekten Werner vom Förderverein in den verschiedenen Gremien vorgestellt und fand ungeteilte Zustimmung.

Zunächst geht es um die Realisierung des unter Punkt 3 beschriebenen Planungsabschnitts. Dem Förderverein gelang es, die Stadt Kassel und den zuständigen Ortsbeirat von Nordshausen für die Finanzierung und Ausführung der Baumaßnahme im Bereich der öffentlichen Straße „Am Klosterhof“ zu gewinnen. Auch der erforderliche Zustimmungsbeschluss des Kirchenvorstands der Ev. Kirchengemeinde von Nordshausen liegt vor, ebenso die Zustimmung des Landesamts für Denkmalpflege des Landes Hessen für den Durchbruch der Kirchmauer. Der Förderverein übernimmt die Finanzierung der Baumaßnahmen auf dem Kirchengelände und im Klostergarten. Für die Pflanzen und die gärtnerische Gestaltung im Klostergarten ist der Förderverein jedoch nicht zuständig. Nach Auskunft des für Nordshausen zuständigen Straßenmeisters ist mit einem Baubeginn nicht vor Ende August zu rechnen.

Der Förderverein wünscht sich, dass sich die Nordshäuser Bürger für dieses Projekt ebenso  begeistern lassen wie der Vorstand des Fördervereins und Bereitschaft für eine Klostergartenpflege entwickeln. Wer Lust dazu hat unter dem Motto „Gemeinschaft pflegen“, kann sich bei Frau Marianne Kirschenlohr, Tel.: 40 18 19 oder Pfarrer. Dr. Markus Himmelmann melden.
Stand Juni 2015

Bauarbeiten im Oktober 2015 ...

 

 

 

In den letzten Wochen wurde wieder viel gearbeitet an der Klosterkirche und im gegenüber liegenden Kostergarten. Bagger hoben Gräben und Gruben aus, eine Bresche wurde in die Umgrenzungsmauer gebrochen, im Klostergarten wurde auf einer kreuzförmigen Fläche eine Vertiefung vorgenommen und mit Füllmaterial aufgefüllt: Das waren die Vorarbeiten für eine grundlegende Verbesserung der Situation und der Verschönerung und Aufwertung des Gesamtbereichs. Der Klostergarten soll, wie das an anderen Standorten historischer Klosteranlagen schon längst geschehen ist, ein „vorzeigbares Schmuckstück“ werden, das die alten Traditionen der Gartenkultur zu bewahren und neu ins Bewusstsein zu bringen hilft und stärker als bisher zu einem einladenden Aufenthaltsort werden kann. Voraussetzung dafür ist, dass Wasser und Strom nach dorthin verlegt werden. Wohlbefinden lebt vor allem aber auch vom optischen Eindruck und von der ästhetischen „Stimmigkeit“. Deshalb wird über die Straße eine Passage aus Pflastersteinen gelegt, die den Zusammenhang von Kirchen- und Garten-Gelände betonen. Ein beleuchteter Weg aus Sandstein-Platten führt vom Kirchenhof durch die Mauerbresche in den Garten, auf beiden Straßenseiten bekommen die Eingänge einen luftigen architektonischen Bogen. Der Förderverein Sozial- und Kulturzentrum e.V. der Klosterkirche Nordshausen versteht diese neuerliche Anstrengung im Rahmen der Aufwertung des Ortsteils Nordshausen als Fortsetzung der großartig gelungenen Neugestaltung der Kirchen-Nordseite. Die Kosten werden weitestgehend von Sponsoren getragen, 8.000 € hat der Ortsbeirat für die Straßen-Passage zur Verfügung gestellt. Im Frühjahr, wenn alles grünt und blüht, soll eine Einweihungsfeier stattfinden. (Aus Blick in die Gemeinden, Dez. 2015 ff)

 

 

 

DAS NORDPORTAL

Die Wiederherstellung des historischen Zugangs zum ehemaligen Kreuzgang an der Klosterkirche Nordshausen und die Gestaltung der zugehörigen Außenanlage ist abgeschlossen ...

Außenanlage des Nordportals mit Bronzeskulptur im Juni 2013 Oktober 2015 - erster Heckenschnitt

 

Um den ehemaligen Kreuzgang auf der Nordseite der Klosterkirche wieder erfahrbar zu machen, finanziert der Förderverein die Wiederherstellung des in der zurückliegenden Zeit zugemauerten historischen Zugangs zum ehemaligen Kreuzgang. Die Durchführung dieses Projektes wurde möglich durch die Entscheidung der Kirchengemeinde, die alte Heizungsanlage durch eine dezentrale Warmluftheizung zu ersetzen, da in diesem Zusammenhang die vorhandenen Heizkörpernischen zugemauert werden konnten.

Der historische Seitenzugang wird durch eine an der Kirchenaußenwand vorgesetzte Stahlglaskonstruktion mit einer zweiflügeligen Glastür geschlossen. Die Außenanlage wird durch einen Natursteinplattenbelag aus Weser-Buntsandstein und einer Bronzeskulptur in Sichtachse der Glastür künstlerisch gestaltet. Von dem Eingangsbereich wird in Richtung Gemeindehaus ein Weg ebenfalls mit Weser-Buntsandstein bis an den gepflasterten Hof geschaffen.

 
 
   

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wiedereinweihung und Schenkung
Nach langer Renovierung wurde die Klosterkirche am 29. September 2013, dem Engelssonntag, von der Gemeinde in einem feierlichen
Gottesdienst wieder in Besitz genommen. Propst Reinhold Kalden ging in seiner Predigt ausführlich auf die Bedeutung der Engel
in der Heiligen Schrift und in der kirchlichen Tradition ein und konnte sich dabei auch auf die Bronzeskulptur "Der Bote" in der neu
gestalteten Außenanlage beziehen. In dem anschließenden kleinen Festakt zur Übertragung dieser vom Förderverein Kultur- und
Sozialzentrum geschaffenen Anlage überreichte Dr. Schmidt-Hurtienne denn entsprechenden Vertrag an Pfarrer Harald Götte und
den Vorsitzenden des Kirchenvorstandes, Thomas Böhm.
Die Künstlerin Gisela Eufe, eigens aus Worpswede angereist, sagte, sie verstehe die Figur als einen "Wächter" und als Symbol
der "Begleitung".
Umrahmt wurde die Feier von einer ersten wunderbaren Konzertdarbietung: Katharina und BjörnSchmidt-Hurtienne (Violinen) spielten
den "Reigen seliger Geister" von W. Gluck sowie zwei Sonatensätze von Jean-Marie Leclair.
 
 Architekten und Künstler im Gespräch mit Besuchern  Künstlerin Eufe erläutert ihren "Boten"
 
Übergabe der Schenkungsurkunde  Katharina und Björn Schmidt-Hurtienne
   
HNA-Artikel Okt. 2013: